ASV Frauen siegen mit Mühe; 1.Herren beeindrucken mit Klasseleistung

Den Doppelspieltag mit anschließender „Sommer“-Party im Kölner Rugby Park eröffneten die ASV Frauen mit einem knappen 10:7 (10:0)-Sieg gegen die SG Rhein-Main. Dabei wurde das zum Saisonauftakt in der Frauenbundesliga auf fünf Positionen neu formierte Team vom Kölner Trainergespann Marco Sermersheim und Morne Laubscher von Anfang an durch eine unerwartet starke Spielgemeinschaft aus dem Rhein-Main-Gebiet unter Druck gesetzt. In der ersten Halbzeit aber zeichneten sich die Kölsche Mädcher noch durch ihre Effektivität aus. Der erste Angriff nach einem gewonnen Gedränge in der gegnerischen 22 endete über mehrere Phasen mit dem Führungsversuch durch Stürmerin Viki Henke in der 9.Spielminute, den Dana Kleine-Grefe zum 7:0 erhöhte. Bei dieser Offensivaktion verletzte sich Nationalspielerin Julia Peters und musste ausgewechselt werden. Die Gäste aus Hessen verlagerten danach das Spiel wieder komplett in die Hälfte der Rheinländerinnen, ehe ein Entlastungsangriff  in der 38. Spielminute zu einem Straftritt innerhalb der Gäste-22er-Zone führte, den ASV Kapitänin Dana Kleine-Grefe zum 10:0-Halbzeitstand verwandelte.  Nach dem Seitenwechsel konnte die SG die hart umkämpfte Begegnung weiterhin auf Augenhöhe mit den deutschen Vizemeisterinnen gestalten. Schließlich gelang es dem Team von SG-Trainerin Susanne Wodarz nach einer langen Druckphase doch noch eine Lücke in der ASV Verteidigung zu finden und mit einem erhöhten Versuch in der 70. Spielminute für gesteigerte Spannung in der Schlussphase zu sorgen. Dabei musste der eher erfolgsverwöhnte Anhang der Kölschen Mädcher auch bis zum Schlusspfiff um den Sieg bangen. Am Ende hieß es:  Hauptsache gewonnen.

Für Köln spielten:

Kania, Welge, Howitz, Bembennek, Henke, Kremer (60‘Antweiler), Titgemeyer, Metternich (64’Bringmann), Lohmann, Kleine-Grefe, Kierdorf (41’Hanßen), Kropp, Peters (9’Krieger), Salim, Terwiel.

Im zweiten Spiel des Tages empfingen die 1.Herren des ASV Köln in der 2.Bundesliga West die TGS Hausen und feierten mit 34:15 (15:3) den dritten Sieg in Folge. Das Team von ASV Headcoach Eric Daniel begann stark und stellte bald eine Feldüberlegenheit her, die im Vorfeld nicht unbedingt erwartet werden konnte. Wie aufgedreht setzten die Hausherren den Tabellenzweiten aus Hessen, der zum Saisonstart den 2.BL-Westmeister Aachen mit 27:17 besiegt hatte, permanent unter Druck und bauten die nach einem Straftritt (12.Min./Daniel) erzielte Führung in der 32.Spielminute mit dem ersten Kölner Versuch aus. Diesen erzielte Erste-Reihe-Stürmer Fabrice Fehlemann, der das Zuspiel nach einem Straftritt auf der 5-Meter-Linie aufnahm und den Ball in bekannter Manier mit viel Wucht in das gegnerische Malfeld ablegte. Der Kölner Kapitän Sascha Daniel erhöhte sicher auf 10:0. In der Folge gelang es den Gästen mit einem Straftritt auf 10:3 zu verkürzen, ehe sich in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs der ASV Sturm erneut gut in Szene setzen konnte. Auch hier wurde ein Straftritt auf der 5-Meter-Linie vor dem Malfeld der Gäste quasi in Kopie des ersten Versuchs gespielt und diesmal tankte sich ASV Stürmer Thorben Junge über die gegnerische Mallinie zum 15:3-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel hatten die Hausener Löwen ihre beste Phase und nutzten ihre Überzahl nach einer gelben Karte optimal mit zwei Versuchen innerhalb von 4 Minuten (56.Min und 60.Min.) zum 15:15-Ausgleich. Im Grunde nun eine Situation, in der ein Spiel hätte plötzlich kippen können. Jedoch fingen sich die Crusaders schnell und fanden wieder zurück zu ihrem bis zur Unterzahl gut aufgelegten Spiel. Der dritte ASV Versuch entsprang dann erneut einem Straftritt an der 5-Meter-Linie, der diesmal heraus in die ¾-Reihe gespielt wurde und vom ASV Center Andreas Burguene zum 20:15 vollendet wurde. Die Erhöhung zum 22:15 verwandelte Daniel erneut sicher (66.Min.). Den ersten Offensivbonuspunkt der laufenden Saison sicherte sich Köln nach einem sehenswerten Angriff, der nach einem abgefangenen Befreiungskick durch Andy Blasek gestartet wurde. Mit schneller Passkombination lief der Angriff über die Dreiviertel bis schließlich ASV Fullback Daniel den Ball über die Mallinie beförderte. Die Erhöhung zum 29:15 besorgte Daniel wieder selbst (71.Min.). In der Schlussphase versuchten die Hausener nochmal Druck aufzubauen, aber die Gastgeber ließen sich nicht in die Defensive drängen und erspielten sich Kontermöglichkeiten. Einen davon nutzte ASV Verbinder Abdelhak Bel Ghoul, der mit Kickspiel am Boden tief in die gegnerische Hälfte einlief und den Ball im Spagat noch aufhob, ehe ihm im Bedrängnis noch der Pass zum freien Mitspieler gelang. Ohne Gegenwehr setzte dann die Kölner Nr. 8 Thorben Junge mit seinem zweiten Versuch den Endstand zum verdienten 34:15-Heimerfolg.

Der Kölner Anhang war sich nach dem Schlusspfiff einig, heute eine lange ersehnte richtig gute Leistung der 1.XV gesehen zu haben. Mit einer ausgelassenen Stimmung stieg anschließend die ASV-Party unter dem Motto: „Mittsommer oder  Ohne“, jedenfalls die letzte unter dem bisherigen Vereinsnamen.

Für Köln spielten:

Lougaroudis (Borkowski), Fehlemann, Backes, Dreyer, Brüggenwerth (71′ Chopenet), Sanchez (73′ Jäkel), Kalokerinos, Junge, Izuzquiza, Bel Ghoul, Amelung (41′ Thewes), Burgueno, Riedel, Blasek (76′ Radner), Daniel. Ersatz: Weibel, Birker.

Rechtzeitig zur Party trafen auch die Cologne Crushers ein, die zum Auftakt der Verbandsliga NRW in Willich antraten und mit einem Sieg gegen Bochum-Witten/Rheinland und einer Niederlage gegen die gastgebende SG Willich/Solingen im Gepäck im heimischen Rugby Park einkehrten.